Philip Ruopp und Tobi Woggon haben beim Beginn des Bikepark-Ausbaus in der Lenzerheide dem Bautrupp über die Schulter geschaut und die neue Flowline gleich ausprobiert – Fotos und Video haben sie uns jetzt vorbei geschickt.
Video
Ausbau Bikepark Lenzerheide from vg mediastudio on Vimeo.
Strecken-Planung
Folgende Strecken sind bereits in Betrieb oder geplant – bis nächste Saison sollen fünf Strecken für jeden Anspruch und jeden Fahrstil zur Verfügung stehen:
PRIMEline (laufende Revidierung Era Vedra: durchgehend befahrbar)
Schwierigkeit: Mittel (rot)
Charakter: klassische Freeridestrecke mit Anliegern, Steilwandkurven, Sprüngen und North Shore Elementen, mit teilweise neuer Linienführung
FLOWline (offen)
Schwierigkeit: Einfach (blau)
Charakter: Flow Country Trail im weniger steilen Gelände mit viel Flow, Kurven und kleinen Sprüngen, ideal für Einsteiger und Familien
SHOREline (Neu: geplante Eröffnung Sommer 2013)
Schwierigkeit: Mittel/schwierig (rot/schwarz)
Charakter: North Shore Trail mit endlosen Holzbrücken in verschiedenen Schwierigkeitsstufen
STYLEline (Neu: geplante Eröffnung Herbst 2013)
Schwierigkeit: Mittel/schwierig (rot/schwarz)
Charakter: verspielter Slopestyle Trail, der sich durch den Wald schlängelt, mit Sprüngen, Wallrides, Boxen und anderen Elementen
STRAIGHTline (Neu: geplante Eröffnung Frühling 2014)
Schwierigkeit: Schwierig (schwarz)
Charakter: anspruchsvolle Downhillstrecke im steilen Gelände mit grossen Sprüngen, Drops, Anliegern und North Shore Elementen
Foto-Story
# Achterbahn: Die Flowline in der Lenzerheide
# Nicht wie, sondern mit dem Zirkel gezogene Kurve
# Perfekt vertuschte Eingriffe in die Bergwiese.
# Alle neuen Strecken werden mit der schnellen Gondelbahn Rothorn I erreicht
# Rafael Rhyner, Kopf hinter der Firma Trailworks
# Gemeinsame Streckenbegehung: Fahrer Woggon, Shaper Rhyner
# Gerade in alpiner Umgebung knifflig: Wasser abfließen lassen ohne Sturzbäche zu bilden
# Wurzeln werden weitestgehend verschont, auch damit sie später nicht durch die Strecke brechen
# Die Grasnarben werden entfernt und aufbewahrt, …
# …anschließend die Erde mit dem Rechen von groben Steinen befreit…
# … modelliert…
# … und abtransportiert.
# Neben viel Handarbeit sorgt der Bagger für die gröbste Arbeit.
# Ist die Erde erst einmal abgeladen, geht die Arbeit meist erst richtig los. Ab dann wird es nämlich ungleich schwieriger, sie zu bewegen.
# Nach den Bauarbeiten wird alles – bis auf die Strecke – wieder hübsch mit Gras bedeckt
# Bagger-Fahrer, Zimmermann, Förster – wer Bikeparks bauen will, muss Alleskönner sein.
# Bleibt nicht aus: Beschnitt der unteren Etage.
#“The right tool for the right job”
# Auf die Größe kommt es an: Per Bagger…
# … bewegt die Crew von Trailworks…
# … etwa 15 Kubikmeter Erde für einen durchschnittlichen Table.
# Größte Herausforderung: Die richtige Dimensionierung im Gelände. Das genaue Gefälle muss bereits bei der Planung berücksichtigt werden, damit die Strecke weder zu steil noch zu flach und mit genügend Kurven konzipiert wird.
# Nur wer selbst fährt, kriegt den richtigen Radius hin.
# In der Praxis entscheiden tatsächlich wenige Dezimeter, ob eine Kurve “flowt” oder nicht.;
# Pink sieht man auf ungefähr jedem natürlichen Untergrund.
# Passt das? Visuelle Überprüfung der angelegten Kurve. Eine Änderung um wenige Zentimeter fordert viel Zeit und absolute Präzision mit Bagger und Schaufel.
# Hände schonen, damit man nachher Biken gehen kann.
# Zwischen den natürlichen und künstlichen Nachbarn wirkt Rafael ganz klein
# Work in Progress – mehrere Wochen dauert der Bau einer einzelnen Abfahrt, jeder Meter will sorgfältig angelegt werden.
# Trail-Bauer Rafael Rhyner auf einem seiner Werke
# Der Mann hinter den Joysticks
# Swiss Chainsaw-Massacre. Die Trailworks-Crew ist trotz martialischer Gerätschaften sehr auf Harmonie zwischen Wanderern, Bikern und Umweltschützern aus.
# Das Trailbau-Syndicate hat deshalb die Interessen der einzelnen Gruppen stets im Blick: Spaß, Naturerlebnis und Naturschutz.
# Bodenerosion und Bremswellen vorzubeugen stellt eine Herausforderung dar.
# Unbeliebter Job: Wer tagsüber an der Rüttelplatte arbeitet, schwingt oft noch den ganzen Abend nach.
# Lenzerheide-Botschafter Tobi Woggon prüft die Kurven
# Achterbahn-Vergnügen für die ganze Familie: Die Flowline soll wirklichen jeden Biker ansprechen und ist auch von Anfängern ab sofort befahrbar.
# Schichtwechsel: Die Bauherren vespern, Tobi macht sich an die Bauabnahme
# Nimmt man den TableTop als Perfektions-Indikator…
# … fehlt nicht mehr viel bis zu 100° oder % Status
Während die Flowline bereits eröffnet wurde, werden Downhiller sich noch bis Anfang nächsten Jahre gewöhnen müssen, bis sie mit einer speziellen Downhill-Strecke angelockt werden. Wenn alles gut läuft, wird aber auch die Shoreline noch diese Saison befahrbar sein, bevor die ganze Region sich auf den Wintersport einstellt…
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Fotos & Video: Philip Ruopp
Information: Lenzerheide
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