Er stellte eine der beliebtesten Austragungsstätten des DH World Cups dar, war Anlaufpunkt Nr. 1 für Trainingsaufenthalte süddeutscher, österreichischer und slowenischer Downhill-Fahrer und ebenso willkommen bei abfahrtsorientierten Park-Bikern: der Bikepark Pohorje im slowenischen Maribor. Gestern teilte die Bikepark-Leitung mit, dass der Bikepark bis auf Weiteres geschlossen wird. Wie man diversen, bisher unbestätigten Einträgen im Internet entnehmen kann, scheint die Betreibergesellschaft des gesamten Sportzentrums Pohorje (Bikepark, Sommerrodelbahn, Hotels usw.) Insolvenz angemeldet zu haben.

Gestern verkündete der Bikepark Pohorje, welcher unweit der österreichischen Grenze am Rand der slowenischen Stadt Maribor gelegen ist, dass der Betrieb ab sofort und auf unbekannte Zeit eingestellt wird. Die Gründe für den Betriebsstopp und einen möglichen Neueröffnungstermin werden in der kurzen Stellungnahme nicht genannt. Es deutet jedoch alles darauf hin, dass die Betreiberfirma des Sportzentrums Pohorje, dem auch der Bikepark sowie die Liftanlage angehört, Insolvenz anmelden musste. Vor Ort scheint dies jedoch keine Überraschung zu sein, war eine mögliche Insolvenz bereits vor einem Monat Wahlkampfthema bei den Bürgermeisterwahlen in Maribor. Wie in der Lokalpresse zu lesen ist, häuften sich bereits zu dieser Zeit die Rufe nach einer Finanzspritze aus städtischer Kasse, um das Sportzentrum zu retten. Wie genau es nun mit dem Sportzentrum im Allgemeinen und der Liftanlage samt Bikepark im Speziellen weitergehen wird, ist bisher nicht bekannt.
Während das Aus des Bikeparks für Anwohner und Lokalpolitiker scheinbar nicht überraschend kommt, so wird die Meldung innerhalb der MTB-Szene durchaus mit überraschten und gefrusteten Reaktionen aufgenommen. Vor allem in Anbetracht der hohen Besucherzahlen zu Anfang der Saison scheint das jetzige Aus schwer nachvollziehbar zu sein. Auch hatte die Betreiberfirma erst vor wenigen Jahren in eine neue und moderne Gondelbahn investiert, nachdem die alte von Sturmböen niedergerissen wurde. Die Frage, ob die Einnahmen den Neubau nicht decken konnten oder ob der Grund der Insolvenz ein anderer ist, bleibt vorerst offen.


Es bleibt zu hoffen, dass sich ein Investor findet, der das Sportzentrum Pohorje samt Bikepark wirtschaftlich auf Vordermann bringen kann, damit dieser für die Gravity-Szene durchaus wertvolle Bikepark auch weiterhin erhalten bleibt.

Der Beitrag Kult-Bikepark pleite? Bikepark Pohorje in Maribor verkündet Betriebsstopp ist auf MTB-News.de erschienen.