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Navad 1000: Tag 5 – Die Königsetappe zu Eiger, Mönch und Jungfrau

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Tag5-11

An Tag 5 der Navad 1000 erreichen unsere rasenden Reporter die richtig hohen Berge der Schweiz. Im Schatten von Eiger, Mönch und Jungfrau haben sie sich gestern nicht weniger als 135 km und 4.750 Höhenmeter gegeben. Verrückt? Verrückt!

# Feinstes Bergpanorama - mittlerweile lieben wir die Routenführung

Navad 1000

Tag 5

Königsetappe bei Königswetter. Von der Rennleitung motiviert machen wir heute nur kleine Pausen, zum Beispiel wenn wir mal wieder Bremsbeläge wechseln müssen. Ich springe dabei schnell in einen unfassbar türkisen Bergsee und gönne mir die Erfrischung, die der ausbleibende Regen uns heute erspart hat. Lieber so als andersrum würde ich sagen. Optional haben wir uns auch mal ein Eis vor dem längsten Anstieg gegönnt. Insgesamt kommen wir so sehr zügig voran: Über Wetterstein, Eiger, Mönch und Jungfrau. Am höchsten Punkt der Navad 1000, nach einem dezenten 1.700 hm Anstieg, haben wir uns ein Gipfelbiert verdient. So sehen wir das zumindest. Bei Sonnenuntergang ging es dann über die kleine Scheidegg bis Grindelwald – ein Traum. Langsam verschwinden die schneebedeckten Gipfel während wir recht zügig den Berg runterballern :)

# Was sollen wir sagen? Bei dem Wetter gibt es keinen Grund zu klagen
# So sieht Bike-Packing in der Praxis aus - zwei Scheiben Toast für den schnellen Zugriff auf der dezenten Oberrohrtasche
# Achso ist das mit den Bussen :)
# Und weg damit - die fiesen Bedingungen der ersten vier Tage haben doch so manche Spur an den Bremsbelägen hinterlassen. Das hier ist schon das zweite Paar, wir rubbeln sie runter wie nix.
# Provisorisch haben wir gestern den Karkassenriss an meinem Bike geflickt - bislang hält sich die Konstruktion
# Welcome to the Alps - schöner könnte ein erfrischender Bergsee kaum daher kommen, von dem her genehmige ich mir die Abkühlung gerne. Auf Regen haben wir heute verzichtet.
# Endgegner voraus? Eiger, Mönch und Jungfrau haben wir heute in Ruhe besichtigen können - die Eiger Nordwand überlassen wir dann aber doch den versierten Kletterern. Auch so hat unsere Königsetappe uns über 135 km und 4.750 Höhenmeter geführt
# Das Eis haben wir uns verdient - der längste Anstieg heute waren 1.700 Höhenmeter

An dieser Stelle vielleicht einmal ein paar kleine Worte zu unseren Bikes. Die haben wir bislang vor allem erwähnt, wenn sie Probleme gemacht haben. Kettenklemmer, Karkassenriss, Platten und sich in Luft auflösende Bremsbeläge. Was haben wir geklagt. Aber sie leisten doch beachtliches.

# Packesel Nummer 1: Epic - ich habe eher weniger Material am Rad und trage dafür einen leichten Rucksack. Dafür kann ich als einziger hinter den Sattel gehen, wenn es steil bergab geht ;)

Das leichteste Rad – weil ich die wenigsten Taschen habe – ist mein Epic. Von Redakteur Tobias für den echten Dauertest bereit gestellt freue ich mich über das schnelle Fahrwerk und bin absolut überrascht, dass ich mit 1×11 Antrieb überhaupt durch die Etappen komme. Das hätte ich davor nicht gedacht und war doch recht zögerlich gewesen, es zu akzeptieren. Nun gut. Ganz nebenbei lässt sich das Rad gut schultern, wenn wir mal wieder tragen müssen.

Abgesehen von einem Lenker-Dry-Bag für Isomatte und Schlafsack sowie der Oberrohrtasche für Riegel, Bananen und anderes Essen aller Art trage ich alles am Rücken. Der Rucksack wiegt aber unter 6 kg, das ist OK.

# Packesel Nummer 3: Lurcher - alles was ans Rad kann ist auch am Rad

Dann wäre da das OnOne. Eigentlich ist es mehr als Rennfeile gedacht aber aus Ermangelung an zur Zeit funktionsfähigen Alternativen wurde das arme Lurcher nun zum Bike-Packing zweckentfremdet. Und das Epic ist ja auch eher ein Racer. Zumal der Rahmen so schwer ist, dass er das abkönnen muss ;).

Als Ausrüstung wurde das Bike um eine teure und an sich gute (solange man nicht hinter den Sattel will) Apidura Satteltasche sowie eine 0815 Rahmen- und Oberrohrtasche ergänzt. Navigiert wird mit einem Note 3 Neo, was eigentlich ergänzend zu einem Rox 10 arbeiten sollte. Der hat aber leider vor der Navad das zeitliche gesegnet. In weiser Voraussicht könnte man sagen.

# Packesel Nummer 3: Gilbert - das schwerste Rad im Team aufgrund der selbstgebauten Packtaschen. Rahmenausfüllung 100%. Um Platz für die Packrolle zu schaffen musste leider der Druck in der Gabel deutlich erhöht werden.

Und dann wäre da noch Gilbert, das schwerste Rad hier auf unserer Tour. Das liegt neben dem Alurahmen vor allem an den voll gefüllten, selbst genähten Packtaschen. Diese haben sich sehr gut bewährt. Die Rahmentasche würde ich jedoch gegen eine kleinere Tasche und eine Flasche tauschen, denn die Brunnendichte hier ist sehr hoch. Und da wäre noch ein kleines Problem: Die Packrolle kollidiert wegen des tiefen Cockpits bei starkem Einfedern mit dem Vorderrad. Daher musste der Gabeldruck deutlich erhöht werden, was natürlich zu Lasten der Bergabperformance geht… am Cockpit gibt es außerdem bei diesem Bike den Tracker, damit ihr und die Navad-Organisatoren wissen, wo wir sind.

Was fehlt noch? Genau: An allen Bikes haben wir wunderschöne Hupen um die zig Menschen, Kühe, und Hunde,… nein. Das ist einfach nur Gaudi. Letzten Endes hat einfach jeder von uns ein Navi, da gerade beim Regen immer ein Gerät hing oder gerade mal wieder abgestürzt war. Und wir haben alle Lampen, die werden auch noch zum Einsatz kommen :)

Live-Tracking

Wer nicht auf den jeweiligen Tagesbericht unserer drei Helden warten kann, der sollte sich ein wenig mit der Navad 1000 Seite auseinander setzen. Sie bietet Live-Tracking, bei dem man einzelnen Fahrern [zum Beispiel unserem rasenden Reporter Chris] folgen kann und auch das gesamte Feld in den Blick bekommt. Wir werden also aus dem Komfort des heimischen Sofapolsters nachvollziehen können, wie sich die Jungs quer durch die Schweiz quälen. Viel Spaß damit und den kommenden Live-Berichten von der Navad 1000.

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Der Beitrag Navad 1000: Tag 5 – Die Königsetappe zu Eiger, Mönch und Jungfrau ist auf MTB-News.de erschienen.


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